Oft wird unsere Partei nur als „DIE GRÜNEN“ bezeichnet, obwohl sie seit der Vereinigung im Jahr 1993 mit dem Bündnis 90, das selbst ein Zusammenschluss von Bürger*innenbewegungen und verschiedener Oppositionsgruppen war, den Namen „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN“ trägt. Aus den Reihen von Bündnis 90 kandidiert bei dieser grünen Urwahl auch eine profilierte Politikerin, die aktuelle Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt. Ihre politische Herkunft – Katrin kam als junge Frau im Zuge der friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR in die Politik- zeigt sich auch in ihrem politischen Engagement für Freiheitsrechte. Mit jeder Stimme für Katrin werdet ihr dem Umstand gerecht, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Partei mit zwei starken Wurzeln in West- und Ostdeutschland sind und nicht einfach „nur“ DIE GRÜNEN als klassisch „westdeutsche“ Partei sind.

Die Thüringerin verfügt über viel politische Erfahrung, als Fraktionsvorsitzende während der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene, später als Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Präses der EKD-Synode und Kirchentagspräsidentin, Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl 2013 und aktuell als Vorsitzende der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Als führende Vertreterin der evangelischen Kirche und des wertorientierten Teils von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist sie dabei weit über klassische (westdeutsche) grüne Wählermilieus anschlussfähig. Mit Katrin als Spitzenkandidatin schaffen wir es in bürgerlich-wertorientierten Milieus Stimmen für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu gewinnen und gutes bündnisgrünes Wahlergebnis bei der Bundestagswahl zu erzielen. Die Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2016 hat gezeigt, wie das möglich ist.

Katrin hat ihre politischen Schwerpunkte in der Sozialpolitik sowie Asylpolitik und Integrationspolitik gesetzt. In ihrem aktuellen Bewerbungsschreiben zur Urwahl betont sie, dass die Integration der Geflüchteten „kein Selbstläufer“, sondern „Aufgabe und Anspruch eines humanen Deutschlands“ sei. Integration sei „eine Chance für mehr Wohlstand für alle und ein echter Job-Motor“.1 Mit der Wahl von Katrin, gebt ihr BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine glaubwürdige Stimme im Kampf für ein Deutschland, das seiner humanitären Verantwortung im Umgang mit Geflüchteten gerecht wird.

Sozialpolitisch steht sie für den Ausbau sozialer Sicherungssysteme. So hat Katrin an den bündnisgrünen Positionen im Bereich Grundsicherung, Kindergrundsicherung und (Garantie-)rente maßgeblich mitgewirkt. Sozialpolitisch vertritt sie dabei ein dezidiert linkes Profil. Sie prangert soziale Missstände, wie beispielsweise die große Kinderarmut im reichen Deutschland an, und kann verschiedene Lösungsansätze in diesem Bereich präsentieren. Mit Katrin als Spitzenkandidatin würden somit auch sozialpolitische Probleme stärker in den Mittelpunkt des Wahlgangs rücken. Gerade in diesem Themenbereich gibt es große Chancen die Auseinandersetzung mit den erstarkenden rechtspolitischen Kräften zu gewinnen und dabei eine menschliche Alternative zu sein.

Zum Schluss noch zwei Funfacts: Katrin ist großer Fan des Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann. Böhmermann hat mit der Band „Jadebuben“ aus Köln, bei der einer ihrer beiden Söhne Backgroundsänger ist, schon mehrere Songs aufgenommen. Ihre Söhne waren selbst zeitweise Mitglieder der GRÜNEN JUGEND in Thüringen.

1 http://www.goering-eckardt.de/urwahl/

 

Martin van Elten