Detlef Radke, Landtagsabgeordneter der CDU Sachsen-Anhalt, will Wölfe abschießen lassen, weil den Expert*innen nicht glaubt, dass die Wolfspopulation nicht „explodiert“ sondern eher langsam voranschreitet.

Klara Stock: Sprecherin der GJ LSA meint dazu:
„Das ist absurd! Als Politiker*innen haben wir in diesem Fall die Aufgabe, die nachvollziehbaren Ängsten der Menschen mit Fakten zu beruhigen. Es kann nicht sein, dass die CDU sich nicht an von Expert*innen ausgewiesene Fakten hält, sondern lieber auf ihr „Gefühl“ und das von Laien hört. Außerdem verbietet das Europarecht grundsätzlich die gezielte Tötung der geschützten Tiere, nur im Einzelfall dürfen sie bereits jetzt getötet werden, beispielsweise wenn eine unmittelbare Gefahr für Menschen besteht.“

Valentin Burghard, Beisitzer bei der GJ LSA ergänzt:
„Auf unserer letzten Landesmitgliederversammlung im November 2016 haben wir uns für 2017 den Wolf als Themenschwerpunkt gesetzt. Wir wollen uns noch stärker mit dem Wolf und seinen Auswirkungen auf unsere Flora und Fauna beschäftigen und zusammen mit den Naturschutzverbänden gege
n die bestehenden Vorurteile angehen.“

Es ist klar, dass die Leute Angst verspüren, ist doch der Wolf über Jahrhunderte hinweg als „Isegrimm“ und großer böser Wolf dämonisiert worden. Wir fordern durch Aufklärung Ängste der Menschen zu entkräften statt wie Herr Radke Ängste zu schüren die nur wenig mit der Realität zu tun haben. Als Fleischfresser ist der Wolf ein Jäger, stellt für das Ökosystem Wald einen unschätzbaren Wert dar und kann ihm in Teilen seine Natürlichkeit zurückgeben. Das Wölfe sich nicht nur auf Wild als Nahrung beschränken, sondern auch auf das Vieh der Weidetierhalter, ist dabei sehr bedauerlich.
Die GRÜNE JUGEND Sachsen-Anhalt befürwortet einen stärkeren Schutz und ist zuversichtlich, dass die Umweltministerin Claudia Dalbert im Dialog mit den Landwirt*innen eine für alle zufriedenstellende Lösung finden wird.